Auswirkung des Corona-Virus auf das Referendariat

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mehrfach wurden wir von euch bereits angefragt, wie es angesichts der Absage von Prüfungsterminen und zentralen Lehrgängen aufgrund des Corona-Virus mit dem Referendariat weitergeht.

In eurem Namen haben wir am 24.03.2020 eine Anfrage an das Oberprüfungsamt gestellt, in welcher wir um Stellungnahme zur Krise geben haben. Wir wollten wissen, welche Alternativen für die Durchführung der Prüfungsabschnitte derzeit diskutiert und in Betracht gezogen werden. Außerdem haben wir darum gebeten eine Aussage zur Vermittlung der Inhalte der zentralen Fachlehrgänge zu treffen. Nachfolgend möchten wir euch die Antwort auf unserer Anfrage mitteilen.

“Die Bearbeitung der Häuslichen Prüfungsarbeiten kann für Referendare, die betreuungsbedürftige Kinder unter 12 Jahren haben, um bis zu vier Wochen verlängert werden. “

“Falls notwendige Ortstermine nicht stattfinden können, sollen entsprechende Annahmen getroffen und dies in der Prüfungsarbeit vermerkt werden. Die Beurteiler werden darauf Rücksicht nehmen.”

“Die schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht werden trotz der bestehenden Versammlungsbeschränkungen nach Möglichkeit durchgeführt. Das Oberprüfungsamt hat zugestimmt, dass die Aufsicht auch von Beamten des gehobenen Dienstes oder Tarifbeschäftigten geführt werden kann, um die Kandidaten auseinandersetzen zu können.”

Hinsichtlich der Frage, wie Mündliche Prüfungen ohne persönlichen Kontakt durchgeführt werden können, hat es von verschiedenen Seiten den Vorschlag gegeben, sie per Videokonferenz abzuhalten. Das Oberprüfungsamt wird diesen Vorschlag prüfen.

Die Ausbildung liegt in den Händen der einzelnen Ausbildungsstellen. Aktuell wird versucht, ausfallende Lehrgänge durch Selbststudium zu ersetzen, die dafür benötigten Unterlagen werden zur Verfügung gestellt. […] Gleichzeitig könnte die Krise langfristig eine Chance für die ohnehin geplante Digitalisierung sein.

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Wir sehen den Ersatz der Lehrveranstaltungen vor Ort durch Webinare als technisch durchführbare und für die allermeisten von uns als praktikable Lösung an. Da es hierbei nicht zuletzt auch auf den Willen der Vortragenden ankommt, schlagen wir vor, eigeninitiativ und gemeinsam mit den Referenten an Lösungen zu arbeiten. Möglicherweise erklärt sich zumindest die/der Eine oder Andere bereit auch unkonventionelle Wege zu eröffnen. Sprecht hierzu, falls nicht bereits geschehen, mit euren Ausbilderinnen und Ausbildern und gegebenenfalls die Referentinnen und Referenten direkt an.

Selbstverständlich bleiben wir weiterhin für euch mit dem Oberprüfungsamt in Kontakt und verteilen die an uns übermittelten Informationen über unser Netzwerk weiter. Solltet ihr weitere Fragen haben oder für alle interessante Informationen, zögert nicht uns dies mitzuteilen.

Viele Grüße und bleibt gesund!

Der Vorstand des BTR